Aushang Demo
Pressemitteilung 14.02.2020
Freitag im Waldhaus Februar 2020

Flyer Kundgebung_NEU


Dichter Nebel steigt auf, in Gummistiefeln kommt die Expedition nur langsam durch den knöcheltiefen Schlamm voran. In einem der feuchtesten Gebiete unserer Erde gilt es 8.000 Höhenmeter zu absolvieren bevor die im Grenzgebiet zum Kongo gelegene Margherita Spitze (5.109m) zu sehen ist. Denken wir an Berge in Afrika, fallen uns Kilimanjaro und Mt. Kenia ein, den Meisten völlig unbekannt ist das Rwenzori Gebirge – auch Mondberge genannt.
Im vielleicht schönsten Gebirge unserer Erde startete die Expedition auf einer Höhe von 1.500m in Richtung Westen. Der Kilembe Trail führt anfangs durch dichten Regenwald kontinuierlich aufwärts, 1.000 Höhenmeter gilt es in den ersten Tagen zu meistern. Die Gipfeletappe führt über zwei Gletscher und Steinkletterei über teilweise mit Fixseilen gesicherte Passagen.
Mit über fast 10.000 Bildern und vielen Videos wurde die Tour dokumentiert und viele Audioaufnahmen einheimischer Künstler mitgebracht. Traditionell bei Seibolds Multimediapräsentationen ist die musikalische Verarbeitung der Ereignisse. Für potenzielle Nachahmer gibt es viele Tipps wie eine solche Expedition geplant werden kann.
Für einen Imbiss wird gesorgt. Der Eintritt ist frei – Spenden werden gerne entgegen genommen.

Vier Häuser mußten dem „Magneten“ weichen

Seit Wochen ist die Langener Bahnstraße zur Baustraße geworden. Die Stadt ließ vier alte Häuser abreißen an deren Stelle soll die Firma SALCO einen Supermarkt mit Tiefgarage plus teure Eigentumswohnungen errichten. Ob dies die Bahnstraße für die Langener Bürgerrinnen und Bürger attraktiver macht darf bezweifelt werden. Eher werden einige kleinere Läden in der Umgebung schließen müssen. Der Supermarkt wird mehr PKW- und LKW-Verkehr in die Innenstadt ziehen. Zum Einkaufsbummel fahren die Langener dann nach Frankfurt oder Darmstadt. Dort gibt es Fußgängerzonen auf denen man gefahrlos schlendern kann und in den entsprechenden Straßencafés ist man nicht den Abgasen des Straßenverkehrs ausgesetzt.

So sah es hier noch vor einigen Monaten aus


Leserbrief zum Artikel 4.1.2020

BUND kritisiert neuerliche Rodungen durch die Firma Sehring

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert die neuerlichen Rodungen für den Sand- und Kiesabbau durch die Firma Sehring am Langener Waldsee. „Die Rodung des Bannwaldes ist ein Skandal“, sagt Guido Carl, stellvertretender Vorsitzender des BUND Hessen. Die Beseitigung des Bannwaldes ist trotz der Klage des BUND möglich, weil das Regierungspräsidium Darmstadt seine Entscheidung zur Rodung des Abbauabschnitts 2b vom Sommer 2019 mit einem Sofortvollzug versehen hatte.

Für den BUND ist der Vorgang nicht nur wegen des neuerlichen Bannwaldverlustes, sondern auch wegen der viel zu langwierigen Klageverfahren ein Skandal. Die im März 2016 beim Verwaltungsgerichtshof eingelegte Berufung gegen das Urteil der ersten Instanz in Darmstadt vom Dezember 2015 ist bis heute nicht entschieden. Ursula Philipp-Gerlach, die vom BUND beauftragte Fachanwältin für Verwaltungsrecht, nannte solche langwierigen Zeitabläufe „ungewöhnlich“.

„Opfer“ dieser langwierigen Verfahren wird nun erneut der Bannwald. Mit dem im Sommer 2019 genehmigten neuen Betriebsplan 2019-2021 wird die Rodung von weiteren 4,5 Hektar Bannwald erlaubt. Einen Stoppantrag gegen den Sofortvollzug hat der BUND diesmal nicht gestellt, weil das Verwaltungsgericht in Darmstadt in den früheren Verfahren die Klageberechtigung des BUND gegen Hauptbetriebspläne grundsätzlich bestreitet. „Beim Verwaltungsgericht Darmstadt hätte ein neuer Stoppantrag keine Chance und der Stoppantrag in der zweiten Instanz läuft ja bereits“, erläuterte Guido Carl vom BUND Hessen.

Als „schlicht falsch“ weist der BUND die Behauptung des CDU-Bundestagsabgeordneten Björn Simon zurück, dass Sehring seinen Verpflichtungen zur Rekultivierung vorbildlich nachkomme (Langener Zeitung vom 10. Dezember 2019). Richtig, so der BUND, ist vielmehr das Gegenteil. Die Wiederaufforstungen in der Ostgrube kämen nicht voran und die Vorgabe bis Ende 2015 die Westgrube zu rekultivieren, ist Sehring nicht nachgekommen. Vielmehr hat das Unternehmen im Herbst 2015 den Antrag gestellt, diese Pflicht um 30 Jahre zu verlängern. Als „Panikmache“ bezeichnet der BUND außerdem die Behauptung, dass es ohne den Abbau im Süden des Langener Waldsees zu einem Baustopp im Rhein-Main-Gebiet käme. Richtig ist vielmehr, dass es in Südhessen etliche weitere Sand- und Kiesgruben gibt, durch die die Rohstoffversorgung gesichert bleibt.

Bis jetzt sind 19,8 Hektar Bannwald gerodet. Das entspricht 31 % der ursprünglich genehmigten Fläche. Der BUND Hessen wird sein Klageverfahren fortsetzen und sammelt weiter Spenden, um so viel Bannwald wie möglich zu retten.

Spenden-Konto:

BUND Hessen e.V.
IBAN: DE46 5005 0201 0000 3698 53; BIC: HELADEF1822
(Frankfurter Sparkasse; BLZ: 500 502 01; Konto: 369 853)
Stichwort (bitte unbedingt angeben!): Langener Waldsee


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