Plakat Fahrraddemo Ostermarsch 2019

Fahrtroute Ostermarsch 2019

Ostermarschaufruf 2019

Die Demonstration „Hände weg vom Bannwald“ vom 16. März war für die Veranstalter vom Aktionsbündnis Langener Bannwald ein voller Erfolg. Über 300 Bürger folgten dem Demonstrationsaufruf und auch das Presseecho fiel breit aus. Dass dem Thema Waldschutz langsam die gebührende Aufmerksamkeit zuteilwird, zeigt sich auch anhand der erstmaligen öffentlichen Reaktion des Magistrats Langen und des Regierungspräsidiums Darmstadt auf die Arbeit des Aktionsbündnisses, die in Form einer gemeinsamen Pressemitteilung erfolgte.

Bannwalddemo März 2019

In dieser werfen sie gekonnt mit intransparenten, für die Bürger*innen nicht nachvollziehbaren Zahlen um sich, um die Praxis der fortwährenden Ausbeutung der Natur zu rechtfertigen. Der einzige erhellende Aspekt der genannten Zahlen ist das Wissen darum, wie viel die Gesundheit der umliegenden Bevölkerung und die Intaktheit des Ökosystems Wald der Stadt Langen Wert ist: Jährlich 800 000 €.
Vom Verlust von 100 Arbeitsplätzen ist die Rede. Wir sagen: Ein Unternehmen, dass knappe Ressourcen fördert und vertreibt ist selbst dafür verantwortlich den langfristigen Fortbestand des Unternehmens und damit den Erhalt der Arbeitsplätze auf andere Weise zu sichern als dadurch, sich auf die Zusicherung immer neuer Ausbeutungsflächen zu verlassen. Wie viele Arbeitsplätze sind zudem in der Forstwirtschaft und ähnlichen Bereichen durch den Verlust von Wald in ganz Hessen bedroht oder bereits weggefallen? Wie viele Arbeitsplätze entstehen, wenn der sozialökologische Gesellschaftsumbau mal konsequent angegangen wird?
Wer im Angesicht der prognostizierten und bereits spürbaren globalen Klima- und Umweltkatastrophen ständig weiter versucht die Zukunft des Planeten gegen Geld und Arbeitsplätze aufzuwiegen und den Raubbau an der Natur arrogant als dem Gemeinwohl dienlich verklärt, hat wohl schon länger nicht mehr den Blick über den Tellerrand geworfen.
Die Schaffung sogenannter Biotope und Aufforstungsbemühungen an verschiedenen Orten rund um das Rhein-Main-Gebiet als Ausgleich zum Bannwaldverlust vor Ort hinzustellen ist Greenwashing! Hier entstehen keine zusammenhängenden Ökosysteme, die dem wegfallenden Wald gleichwertig sind. Wälder in und um unsere Ballungsräume sind nicht durch gestückelte Aufforstungen in der Peripherie zu ersetzen.
Wenn die Firma Sehring ihren Renaturierungs- und Rekultivierungsverpflichtungen jedoch in so vorbildlichem Maße nachkommt, sollte es kein Problem sein, dies durch einen unabhängigen Gutachter – ausgewählt in Kooperation von Stadt, RP und dem Aktionsbündnis Langener Bannwald – bestätigen zu lassen.
Frau Lindscheid malt unserem Empfinden nach ein seltsames Bild ihres Kompetenzbereiches, wenn sie sich in der Bannwaldproblematik einfach mit Verweis auf ihren Vorgänger aus der Verantwortung zieht. Eine Demokratie lebt schließlich davon Entscheidungen anpassen und revidieren zu können. Für die Zukunft wirft dies jedoch einige Fragen auf: Werden künftige Rodungen weiterhin im Sofortvollzug genehmigt werden und inwiefern wird in diesem Zusammenhang das laufende Klageverfahren des BUND gegen den Hauptbetriebsplan der Südosterweiterung der SehringKiesgrube berücksichtigt? Wie wird mit der geplanten Rodung des Dietzenbacher Waldes zur Kies- und Sandförderung verfahren?
Dass sich die Natur nicht an Pläne und Vorschriften hält ist unter den Mitstreiter*innen im Aktionsbündnis durchaus bekannt, weshalb wir uns für ein strengeres Waldgesetz und eine Reform des Bergrechtes stark machen.
Wir möchten betonen, dass wir gerne bereit sind Gesprächstermine mit dem Magistrat und dem Regierungspräsidium zu vereinbaren, um uns über unsere Ansichten und Ideen auszutauschen.
Zuletzt möchten wir die Gelegenheit nutzen unsere Solidarität mit den Umweltschutzorganisationen in Dietzenbach auszudrücken, die sich gegen die Rodung und Auskiesung ihres Waldes engagieren. Das gleiche gilt für alle Umweltorganisationen und Aktivisten die sich für den Erhalt der hessischen Wälder beispielsweise in Kelsterbach, in Darmstadt, in Wiesbaden, in Mörfelden-Walldorf stark machen.
Zudem möchten wir uns zu 100% solidarisch hinter die Protestbewegung Fridays for Future stellen, die zahlreich, unermüdlich und unbeirrbar für unser aller Zukunft kämpft und in der Schüler*innen mehr Weitsicht und größere Bereitschaft zu Veränderungen beweisen als die meisten Entscheidungsträger.

Der Sprecherkreis des Aktionsbündnis Langener Bannwald
Matthias Rohrbach, Jaqueline Herth, Luis Martini

im April jährt sich zum 33. Mal die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Das, und wie es heute dort aussieht, wird eines unserer Themen sein.
Die Initiative „Langen gegen Atomkraft“ lädt ein zur
104. Mahnwache „Atomkraft – Nein, danke!“
Montag, 1. April, 18 Uhr
Langen am Lutherplatz (vor dem Buchladen)

Kein Aprilscherz ist es übrigens, dass der von der Regierung beschlossene Atomausstieg zum Jahr 2022 kein vollständiger sein wird.

Zwar sollen bis dahin alle Reaktoren abgeschaltet werden, aber sowohl die Urananreicherungs-Anlage in Gronau als auch die Brennelementefabrik in Lingen sollen weiterbetrieben werden. Auch dazu mehr bei der Mahnwache.

Neue UnterstützerInen und Gäste sind immer willkommen!

Politischer Salon an der Dreieichschule

Vertraut man aktuellen Umfragen, steht es wieder schlechter um das Vertrauen der Menschen in die Friedensbemühungen der Weltpolitik: Militarisierung, wachsender Nationalismus, ein Ungleichgewicht in den Welthandelsstrukturen und religiöser Extremismus sind nur einige Gründe, warum das friedliche Zusammenleben von Ländern und Völkern wieder mehr in Gefahr zu sein scheint.

Unter dem Titel „Sicherheit neu denken – ist das möglich?“ fragt der Politische Salon der Langener Dreieichschule am Mittwoch, 10. April, nach Möglichkeiten, eine neue Politik für mehr Sicherheit und Frieden zu entwickeln. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Musiksaal der Dreieichschule/ Langen (Goethestraße 6). Kostenlose Eintrittskarten können Interessierte mit einer E-Mail an die Adresse politischersalon.dsl@gmail.com bestellen.

Als Referent konnten die Veranstalter, neben der Dreieichschule auch die Initiative Pax Christi Rhein-Main sowie die Evangelischen Dekanate Dreieich und Rodgau, den Friedensbeauftragten der Evangelischen Landeskirche in Baden, Stefan Maaß, gewinnen. In der badischen Landeskirche hat eine Arbeitsgruppe im Rahmen des Prozesses „Kirche des gerechten Friedens werden“ ein Szenario entwickelt, das zeigt, dass eine andere Sicherheitspolitik möglich ist – und welche konkreten Schritte bis zum Jahr 2040 zu gehen wären.

Stichwort: Politischer Salon

Seit 2012 befasst sich der „Politische Salon“ der Dreieichschule in mehreren Auflagen im Jahr damit, Politik erfahrbar und transparenter zu machen. In den Plenumsdiskussionen oder im informellen Gespräch erhalten Schüler*innen und Gäste Impulse, die der Politikverdrossenheit entgegenwirken und zu umfassender politischer Bildung beitragen. Die Langener und Egelsbacher Öffentlichkeit nimmt regen Anteil an der Veranstaltungsreihe.

Den folgenden Redebeitrag hielt Günther Lange von den Naturfreunden Egelsbach-Erzhausen auf der Bannwald-Demonstration am 16.03.2019 in Langen:


Umwelt und Klima vor Proft- und Wachstumswahn

Wenn Wald verschwindet, wird Kohlendioxid freigesetzt – das weltweite Abholzen von Bäumen trägt deshalb maßgeblich zum Klimawandel bei.

Günther Lange (Bildmitte)

Dabei geht es nicht nur um Kohlendioxid, das im Holz gebunden ist;
Auch in Böden gesunder Wälder sind große Mengen von Kohlenstoff gespeichert. Werden nun Wälder gerodet wird durch die Rodung mehr Kohlendioxid freigesetzt.
Momentan geht man von einem Anteil an der Entwaldung am Treibhauseffekt von 20 bis 25 Prozent aus!!!!!!!!!!

Klar ist also, dass nicht nur die Minderung von Emissionen (z.B. durch Energiesparen oder Verkehrspolitik) der Erderwärmung entgegenwirkt, sondern ebenfalls der Schutz der Wälder oder das Neuanpflanzen von Wäldern (z. B. durch Renaturierung).

Und hier müssen wir zum Beispiel feststellen und zwar als erstes:

Das die Ostgrube bisher noch nicht renaturiert ist. Wer dort entlanggeht, der sieht, dass da wo früher ein mächtiger Wald war,
nun kleine Tümpel (auch nicht mehr nach dem heißen Sommer)
mit Sträuchern und große Brachflächen sind. Durchzogen wird das ganze durch Baustraßen der Firma Sehring. Auch lagern am Straßenrand die Baumstümpfe mit Wurzeln der letzten Rodungsaktion, getarnt als „Stubbenwall“ d. h. als Lebensraum für Tiere.

Über 300 Menschen demonstrierten am 13.03.2019 in Langen für die Erhaltung des Bannwaldes

Dies ist für mich eine sehr perfide pseudoökologische Angelegenheit, die den Menschen Umweltbewusstsein vorgaukeln soll. Erst wird Leben vernichtet und zerstört, nämlich der Bannwald samt Flora und Fauna, dann schichtet man die Wurzeln auf, um das Ganze dann als ökologisch und umweltbewusst zu verkaufen.
Dies ist für mich eine Farce, denn die Tierchen, die sich hier – vielleicht –
ansiedeln, sind nach dem Verrotten der Wurzeln wieder verschwunden, weil Ihnen dann nämlich auch dieser Lebensraum fehlt. Dann noch von Renaturierung zu sprechen ist blanker Hohn.
Das Einzige, was dieser „Stubbenwall“ anzeigt ist nämlich die
Menge CO2 die hier mit der Rodung freigesetzt wurde. Ein besseres
Beispiel als dieser Stubbenwall, kann es für die Klimaerwärmung
gar nicht geben.

Hier gilt es, für uns alle, anzusetzen, zu protestieren und zu kämpfen, um eine weitere Rodung unserer Wälder zu verhindern,
ob diese nun Hambacher Forst, Langener Bannwald, die Juhöhe im Odenwald oder wie auch immer heißen mögen. Es muss wieder
wahr werden, das Umwelt und Gesundheit vor Profitgier agieren.

Und noch eines zu unseren Kritikern:
Würde mancher sich mit derselben Vehemenz für unsere Umwelt einsetzen, wie er Umweltschützer kritisiert, wäre der Umwelt schon geholfen!!!!!!!!

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Hier noch ein Link zu einem kurzen Film + Hessenschauausschnitt von der Bannwalddemonstration:
Zum Video

Sonntag: Aktion an der Hüttenkirche – bitte kommt und macht mit!
Hallo zusammen,
> wie bereits mitgeteilt, werden am Sonntag die Elemente der Startbahnmauer aufgestellt.
> Wir werden auch da sein und mit Plakaten und einem großen Transparent an unsere aktuellen Forderungen erinnern.
> Dazu brauchen wir Hilfe und Unterstützung.
> Bitte kommt am Sonntag und macht mit!
>
>
> Sonntag, 17. März, Treffpunkt 14.45 Uhr
> Aufstellung der Elemente der Startbahnmauer
> Hüttenkirche, Vitrolles-Ring 101, zwischen Mörfelden und Walldorf

DKP/Linke Mörfelden-Walldorf

Erklärung der NaturwissenschaftlerInnen-Initiative „Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit“ zu Scientists for Future und Fridays for Future

Scientists for Future: Abrüstung für Klimaschutz – Frieden und Zukunftsfähigkeit gehören zusammen

Seit Wochen demonstrieren und streiken weltweit hunderttausende junger Menschen für ihre Zukunft, den Klimaschutz und den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Dieses Anliegen der Initiative Fridays for Future unterstützen inzwischen mehr 14.000 WissenschaftlerInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. In der Stellungnahme von Scientists for Future erklären sie: „Nur wenn wir rasch und konsequent handeln, können wir die Erderwärmung begrenzen, das Massenaussterben von Tier- und Pflanzenarten aufhalten, die natürlichen Lebensgrundlagen bewahren und eine lebenswerte Zukunft für derzeit lebende und kommende Generationen gewinnen.“

Die NaturwissenschaftlerInnen-Initiative „Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit“ schließt sich diesen berechtigten Forderungen an. Diese sind umso dringlicher, als die Zukunftsfähigkeit unseres Planeten zunehmend mit der Frage von Krieg und Frieden verbunden ist. Die Zerstörung der Umwelt und die Ausbeutung natürlicher Ressourcen unseres Planeten gefährden den Frieden und werden einem Sicherheitsrisiko, besonders für Menschen in verwundbaren und fragilen Risikozonen. So sieht auch die Scientists for Future-Erklärung die Gefahr, dass durch unzureichenden Schutz der Böden, Ozeane, Süßwasserressourcen und Artenvielfalt – bei gleichzeitiger Erderwärmung als „Risikovervielfacher” – „Trinkwasser- und Nahrungsmittelknappheit in vielen Ländern soziale und militärische Konflikte auslösen oder verschärfen und zur Migration größerer Bevölkerungsgruppen beitragen.“ Bei Überschreiten klimatischer Kipp-Punkte des Erdsystems werden sich selbst verstärkende Prozesse in Gang gesetzt, mit weltweit katastrophalen Folgen.

Solche Umweltrisiken verbinden sich auf komplexe Weise mit anderen Krisenerscheinungen, von Armut, Hunger und Flucht über Globalisierung und Technikabhängigkeit, Nationalismus und Rechtsentwicklung bis zu Gewaltkonflikten und neuer Aufrüstung. Diese Entwicklungen sind brandgefährlich und untergraben die Grundlagen für Frieden und nachhaltige Entwicklung. So wie Umweltzerstörung den Frieden gefährdet, so stehen Gewalt und Krieg einer nachhaltigen Entwicklung im Wege. Ein nuklearer Winter durch einen Atomkrieg wäre nicht nur das Ende der menschlichen Zivilisation, sondern auch eine Bedrohung für das Leben auf der Erde.

Dem negativen Teufelskreis muss eine positive Verbindung von Nachhaltigkeit, Entwicklung und Frieden entgegengesetzt werden. Dazu braucht es präventive und kooperative Governance-Strukturen und Institutionen zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen Süden, die Klimarisiken vermeiden und Krisenursachen angehen, durch Verteilungsgerechtigkeit, Transformation von der fossilen zu einer nachhaltigen und kohlenstoffarmen Energieversorgung sowie eine friedliche Konfliktlösung und Abrüstung.

Um die notwendigen Veränderungen zu finanzieren und zu realisieren, muss der gefährliche und kostspielige Aufrüstungskurs beendet werden. Klimaschutz braucht Abrüstung!

NaturwissenschaftlerInnen-Initiative für Frieden und Zukunftsfähigkeit

Marienstr. 19/20 · 10117 Berlin
www.natwiss.de
info@natwiss.de

Einladung

Tag der Selbstbefreiung

Gemeinsame Busfahrt
zur Gedenkstätte Buchenwald

Sonntag 14. April 2019 | 7-19 Uhr

Abfahrt und Rückankunft am Frankfurter Gewerkschaftshaus

Anmeldung erforderlich!

Wie auch in den letzten Jahren werden wir in diesem Jahr wieder mit einem Bus aus Frankfurt am Main zur Gedenkstätte Buchenwald fahren, um dort an den Gedenkfeierlichkeiten anlässlich der Selbstbefreiung des

KZ Buchenwald am 11. April 1945 teilzunehmen.

Es wird die Möglichkeit geben ab 10 Uhr an der Gedenkfeier der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora teilzunehmen die dieses Jahr unter dem Thema des deutschen Überfalls auf Polen im Jahr 1939 steht. Im Anschluss kann dann das Modell des Lagers Buchenwald besichtigt werden – gemeinsam mit dem Kollegen Rolf Heinemann (VVN-BdA), der einen kurzen Vortrag hält.

Alternativ können Interessierte ab 10 Uhr an einer Führung über das Gelände der Gedenkstätte teilnehmen, die von Kolleg*innen der Thüringer Gewerkschaftsjugend angeboten wird.

Alle gemeinsam können dann an der offiziellen Gedenkfeier teilnehmen und danach zum Glockenturm gehen. Ab dort geht es um 16 Uhr zurück nach Frankfurt.

Organisatorische Hinweise

Die Teilnahme ist kostenlos.

Abfahrtsort ist das Frankfurter Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77, Frankfurt am Main

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich per E-Mail an Frankfurt-Main@dgb.de oder telefonisch unter 069-273005-72!

Veranstaltet vom Deutschen Gewerkschaftsbund Frankfurt am Main in Kooperation mit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) und dem Freundeskreis der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora.

Freitag im Waldhaus März 2019

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