Dichter Nebel steigt auf, in Gummistiefeln kommt die Expedition nur langsam durch den knöcheltiefen Schlamm voran. In einem der feuchtesten Gebiete unserer Erde gilt es 8.000 Höhenmeter zu absolvieren bevor die im Grenzgebiet zum Kongo gelegene Margherita Spitze (5.109m) zu sehen ist. Denken wir an Berge in Afrika, fallen uns Kilimanjaro und Mt. Kenia ein, den Meisten völlig unbekannt ist das Rwenzori Gebirge – auch Mondberge genannt.
Im vielleicht schönsten Gebirge unserer Erde startete die Expedition auf einer Höhe von 1.500m in Richtung Westen. Der Kilembe Trail führt anfangs durch dichten Regenwald kontinuierlich aufwärts, 1.000 Höhenmeter gilt es in den ersten Tagen zu meistern. Die Gipfeletappe führt über zwei Gletscher und Steinkletterei über teilweise mit Fixseilen gesicherte Passagen.
Mit über fast 10.000 Bildern und vielen Videos wurde die Tour dokumentiert und viele Audioaufnahmen einheimischer Künstler mitgebracht. Traditionell bei Seibolds Multimediapräsentationen ist die musikalische Verarbeitung der Ereignisse. Für potenzielle Nachahmer gibt es viele Tipps wie eine solche Expedition geplant werden kann.
Für einen Imbiss wird gesorgt. Der Eintritt ist frei – Spenden werden gerne entgegen genommen.

Vier Häuser mußten dem „Magneten“ weichen

Seit Wochen ist die Langener Bahnstraße zur Baustraße geworden. Die Stadt ließ vier alte Häuser abreißen an deren Stelle soll die Firma SALCO einen Supermarkt mit Tiefgarage plus teure Eigentumswohnungen errichten. Ob dies die Bahnstraße für die Langener Bürgerrinnen und Bürger attraktiver macht darf bezweifelt werden. Eher werden einige kleinere Läden in der Umgebung schließen müssen. Der Supermarkt wird mehr PKW- und LKW-Verkehr in die Innenstadt ziehen. Zum Einkaufsbummel fahren die Langener dann nach Frankfurt oder Darmstadt. Dort gibt es Fußgängerzonen auf denen man gefahrlos schlendern kann und in den entsprechenden Straßencafés ist man nicht den Abgasen des Straßenverkehrs ausgesetzt.

So sah es hier noch vor einigen Monaten aus


Leserbrief zum Artikel 4.1.2020

BUND kritisiert neuerliche Rodungen durch die Firma Sehring

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert die neuerlichen Rodungen für den Sand- und Kiesabbau durch die Firma Sehring am Langener Waldsee. „Die Rodung des Bannwaldes ist ein Skandal“, sagt Guido Carl, stellvertretender Vorsitzender des BUND Hessen. Die Beseitigung des Bannwaldes ist trotz der Klage des BUND möglich, weil das Regierungspräsidium Darmstadt seine Entscheidung zur Rodung des Abbauabschnitts 2b vom Sommer 2019 mit einem Sofortvollzug versehen hatte.

Für den BUND ist der Vorgang nicht nur wegen des neuerlichen Bannwaldverlustes, sondern auch wegen der viel zu langwierigen Klageverfahren ein Skandal. Die im März 2016 beim Verwaltungsgerichtshof eingelegte Berufung gegen das Urteil der ersten Instanz in Darmstadt vom Dezember 2015 ist bis heute nicht entschieden. Ursula Philipp-Gerlach, die vom BUND beauftragte Fachanwältin für Verwaltungsrecht, nannte solche langwierigen Zeitabläufe „ungewöhnlich“.

„Opfer“ dieser langwierigen Verfahren wird nun erneut der Bannwald. Mit dem im Sommer 2019 genehmigten neuen Betriebsplan 2019-2021 wird die Rodung von weiteren 4,5 Hektar Bannwald erlaubt. Einen Stoppantrag gegen den Sofortvollzug hat der BUND diesmal nicht gestellt, weil das Verwaltungsgericht in Darmstadt in den früheren Verfahren die Klageberechtigung des BUND gegen Hauptbetriebspläne grundsätzlich bestreitet. „Beim Verwaltungsgericht Darmstadt hätte ein neuer Stoppantrag keine Chance und der Stoppantrag in der zweiten Instanz läuft ja bereits“, erläuterte Guido Carl vom BUND Hessen.

Als „schlicht falsch“ weist der BUND die Behauptung des CDU-Bundestagsabgeordneten Björn Simon zurück, dass Sehring seinen Verpflichtungen zur Rekultivierung vorbildlich nachkomme (Langener Zeitung vom 10. Dezember 2019). Richtig, so der BUND, ist vielmehr das Gegenteil. Die Wiederaufforstungen in der Ostgrube kämen nicht voran und die Vorgabe bis Ende 2015 die Westgrube zu rekultivieren, ist Sehring nicht nachgekommen. Vielmehr hat das Unternehmen im Herbst 2015 den Antrag gestellt, diese Pflicht um 30 Jahre zu verlängern. Als „Panikmache“ bezeichnet der BUND außerdem die Behauptung, dass es ohne den Abbau im Süden des Langener Waldsees zu einem Baustopp im Rhein-Main-Gebiet käme. Richtig ist vielmehr, dass es in Südhessen etliche weitere Sand- und Kiesgruben gibt, durch die die Rohstoffversorgung gesichert bleibt.

Bis jetzt sind 19,8 Hektar Bannwald gerodet. Das entspricht 31 % der ursprünglich genehmigten Fläche. Der BUND Hessen wird sein Klageverfahren fortsetzen und sammelt weiter Spenden, um so viel Bannwald wie möglich zu retten.

Spenden-Konto:

BUND Hessen e.V.
IBAN: DE46 5005 0201 0000 3698 53; BIC: HELADEF1822
(Frankfurter Sparkasse; BLZ: 500 502 01; Konto: 369 853)
Stichwort (bitte unbedingt angeben!): Langener Waldsee


Die Naturfreunde Egelsbach-Erzhausen verurteilen den Entzug der Gemeinnützigkeit für demokratische Organisationen wie VVN/Bund der Antifaschisten, Attack und Campact.

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Die VVN-BdA hat heute mitgeteilt, dass das Finanzamt des Landes Berlin der ‚Bundesvereinigung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifascistinnen und Antifaschisten‘ die Gemeinnützigkeit entzogen hat. Durch drohende Steuernachforderungen ist die VVN-BdA in ihre Existenz bedroht. Dazu erklärt Jan Schalauske, finanzpolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Dass in Zeiten von rechter Hetze und rechtem Terror, ausgerechnet der VVN-BdA, der Organisation der Überlebenden der Konzentrationslager und Gefängnisse, die Gemeinnützigkeit entzogen wurde, ist ein unfassbarer Skandal. Die VVN-BdA leistet einen unschätzbaren Beitrag zu Erinnerung an die Verbrechen des Faschismus, informiert über neofaschistische Umtriebe und ist aktiv in breiten gesellschaftlichen Bündnissen gegen neue und alte Nazis.“

Der Vorwurf, dass die VVN-BdA Bayern vom Verfassungsschutz überwacht werde, sei blanker Hohn, so Schalauske. Während der Geheimdienst im Kampf gegen Rechts kläglich versagt habe, stelle er antifaschistisches Engagement unter Beobachtung. Dabei hätten der VVN-BdA und antifaschistische Initiativen weit mehr gegen die Gefahr von Rechts getan als die Geheimdienste.

„Attac, Campact und jetzt die VVN-BdA: Im Moment erfolgen mit Hilfe des Steuerrechts politisch motivierten Angriff auf fortschrittliche Organisationen der Zivilgesellschaft. Wenn das Steuerrecht in Deutschland die Gemeinnützigkeit so regelt, dass die ‚Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik‘, eine Lobbyorganisation der Rüstungsindustrie, als gemeinnützig gelten, antifaschistisches Engagement sowie der Kampf für gerechte Steuern und eine solidarische Gesellschaft aber nicht, dann muss das Steuerrecht zwingend geändert werden. Hier sind auch Finanzminister Thomas Schäfer und Schwarzgrün in Wiesbaden gefordert.

Das Gemeinnützigkeitsrecht als Steuerrecht führt zu unerträglichen Widersprüchen. Es ist längst überfällig, ein modernes Demokratieverständnis ins Gemeinnützigkeitsrecht umzusetzen. Zivilgesellschaftliches Engagement muss angemessen gefördert, antifaschistischer Einsatz darf nicht behindert werden. Eine politische Betätigung für das Allgemeinwohl darf nicht zu einer Aberkennung der Gemeinnützigkeit führen.“

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Thomas Klein
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag
Schlossplatz 1-3 65183 Wiesbaden

Die Bewegung „Fridays for Future“ ruft für den 29. November 2019 einen weiteren globalen Aktionstag aus. Bereits am 20. September waren allein in Deutschlang fast 1,5 Millionen Menschen auf die Straße gegangen. Das am gleichen Tag von der Bundesregierung veröffentlichte Klimapaket war vor diesem Hintergrund nicht nur enttäuschend, sondern fast schon provokativ zu nennen. Die Bewegung dringt aber darauf, dass die Klimaziele des Pariser Klimaabkommens eingehalten werden. Und dazu muss deutlich mehr und deutlich schneller etwas geschehen. Unterstützt die geplanten Aktionen vor Ort. Eine Karte und eine Liste der Aktionsorte findet ihr unter www.fridaysforfuture.de .

In der Region hier zwei Aktionsorte:

Globaler Klima-Streiktag

Freitag, 29. November 2019

12:00 Uhr Frankfurt, Bockenheimer Warte oder

12:00 Uhr Darmstadt, Darmstadtium


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